Projekt HEAR Africa! Projekt, UNHS in Tansania

Sehr geehrte Frau Johanningmeier,

leider hat sich meine angekündigte Verspätung zur Reaktion auf ihr email bis jetzt hingezogen. Wir sind in einer Phase der Neugewichtung von Projekten, Ueberlegung neue Förderschienen , personelle Aenderungen , etc.

Wir können jetzt erst die Dokumentation des Lehnhardt Memorial Round Table fortsetzen , und daraus folgende Aktivitäten nach dem Motto des Round Table mit den Pionieren "From the Past-On the Way-Into the Future" (Entwurf Website) – Homepage Stiftung https://lehnhardt-stiftung.org/ci-geschichte.html

Wahrscheinlich ist bei Ihnen auch die Einladung zur neuen Hospital Partnerships Alliance HPA eingelangt, über welche offenbar geplant ist, dass die GIZ Klinikpartnerschaften von bilateralen Kooperationen in multilaterale entwicklt werden.
Konkret wäre eventuell eine synergetische Kooperation denkbar zwischen Ihrem NHS Projekt und unserem in Kirgistan ( auch eng mit UNICEF )

Die EURO-CIU – deren neuer Präsident im Beirat der Lehnhardt Stiftung ist – plant bei ihrer nächsten Jahresversammlung am 18.4. in Bukarest einen Strategie Workshop , wo wir möglicher Weise eine Schiene zu EU Förderungen angehen könnten.

Ich würde mich nun freuen über einen Ergebnis offenen Gedankenaustausch, um dann zu sehen, für wen welche Perspektive interessant sein könnte.
Wäre dies etwa an einem frühen Nachmittag ab Mitte nächste Woche möglich ?
Inzwischen beste Grüsse nach Hannover,
MIchael Goriany

On Mon, 22 Sept 2025 at 10:20, <Johanningmeier.Louisa> wrote:

Sehr geehrte Frau Dr Lehnhardt-Goriany, sehr geehrter Herr Dr Goriany,

im Nachgang zu Ihrer Besprechung mit Frau Prof. Dr. Lesinski-Schiedat und Frau Prof. Dr. Illg möchte ich Ihnen als langjährige Koordinatorin des Projekts HEAR Africa! Connect gern kurz Inhalt, Ursprung und Entwicklung sowie aktuelle Herausforderungen des Projekts in Tansania darlegen.

HEAR Africa! Connect verfolgt das Ziel, das Neugeborenen-Hörscreening in Tansania landesweit zu etablieren und somit jedem tansanischen Neugeborenen den Zugang zu Hördiagnostik und -versorgung zu ermöglichen. Das Projekt umfasst Trainings für medizinisches Personal an zehn Kliniken für UNHS und an zwei Kliniken für BERA, sowie die Vernetzung der Kliniken, der Trainingsteilnehmenden und weiterem Fachpersonal. Wir befinden uns aktuell im siebten Projektjahr.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt HEAR Africa! von Frau Prof. Dr. Ulrike Lüdtke von der Leibniz Universität Hannover, die von 2018 bis 2023 die Projektleitung innehatte. Inhaltlich knüpfte das Vorhaben an eine Reihe weiterer Projektaktivitäten mit sprachtherapeutischem Schwerpunkt in Tansania, insbesondere in der Region Lushoto, an. Von zunächst zwei Partnerkliniken (in Dar es Salaam und der Region Kilimanjaro) konnte das Netzwerk auf mittlerweile insgesamt 10 Kliniken in verschiedenen Regionen Tansanias ausgeweitet werden. Seit 2024 leitet Frau Prof. Dr. Angelika Illg die Folgephase HEAR Africa! Connect.

Die Herausforderungen in unserer Projektarbeit sind vielfältig. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Bevölkerungszahl sowie der Größe Tansanias ist das Erreichen insbesondere der ländlichen Bevölkerung erschwert. Dazu kommen aber auch der Mangel an medizinisch-technischem Gerät und Verbrauchsmaterial, das nicht innerkontinental verfügbar ist, Differenzen zwischen europäischen und ostafrikanischen Gesundheits- und Bildungssystemen, aber auch der enorme Bedarf an Fachpersonal für die Weiterversorgung hörbeeinträchtigter Kinder auf medizinischer aber auch sprachtherapeutischer Ebene. Insbesondere mithilfe unseres Mehrebenen-Ansatzes (Training, Screening, Netzwerkaufbau) werden in Zusammenarbeit mit den Partnerkliniken langfristige Lösungen für die genannten Herausforderungen entwickelt.

Falls Sie Interesse an weiteren Informationen bzw. Rückfragen zum Projekt haben, können wir gern ein Online-Meeting vereinbaren. Auch per E-Mail erreichen Sie mich natürlich für Rückfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Louisa Johanningmeier

Leave a Comment